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Donnerstag, 16. April 2009, 15:54 Uhr

"Nehmen Sie es nicht persönlich. Da darf man nicht so sensibel sein.", sagte der Mann, der alles schon hinter sich hat. Sagte der Mann, der sich freut, dass ihm so viele gefolgt sind, bedingungslos und ohne gröberen Aufwand seinerseits. Es war einer dieser Mittwoch Abende, die beweisen, dass binnen 90 Minuten durchaus drei Tage vergehen können. Aber dieses Mal war es anders. Diesmal verging keine Zeit, sondern eine ganze Generation.
Montag, 02. Juni 2008, 18:47 Uhr
Sie hörte das Klopfen in seiner Brust, spürte, wie sein Blut floss, sich den Weg durch die vielen Verästelungen seiner Adern bahnte und konnte fühlen wie es in seiner Hand, die sie immer noch in der Ihrigen hielt, zirkulierte.
Mittwoch, 28. Mai 2008, 17:47 Uhr
 Spielort: Kirche.
Mensch tritt
völlig aufgelöst durch das Eingangstor der Kirche. Türe fällt mit einem lauten
Knall ins Schloss. Mensch kämpft sich durch das Publikum, gefangen durch eine
Zwangsjacke nach vorne zum Altar, der in der Mitte der Kirche platziert ist.
Flüsternde Stimmen sind von den Figuren (Ich, Es, Über Ich, Ich Gewissen) auf
den Emporen weit oben zu hören. Zyniker steht auf der Kanzel und beobachtet das
Geschehen. Mensch steigt auf den Altar. Stille.
Freitag, 11. April 2008, 21:56 Uhr
Das
Kaffeehaus ist halbleer, sie sitzt in einer dunklen Ecke, die Knie
aneinandergepresst, beide Hände umklammern die Tasse, der Kopf ist gesenkt, die
Augen halbgeschlossen. Niemand kennt sie hier und sie kennt niemanden hier. Sie
blickt nicht auf die Uhr, wirkt auch nicht nervös, im Gegenteil, sie scheint
müde zu sein. Müde und traurig.
Dienstag, 19. Februar 2008, 19:42 Uhr
Ein Gedicht von Petra Caldonazzi.
Mittwoch, 12. Dezember 2007, 19:02 Uhr
 Alle Jahre wieder gibt es unzählige Weihnachtsansprachen.
Auch hier. Im Unterschied zu anderen Rednern und Schreibern versuche ich mich
nicht als Moralist, der seine Zuhörer und Leser erziehen und ermahnen will.
Denn wie letztes Jahr hier
bereits festgestellt, vergessen Autor wie auch Leser den Inhalt dieser
pathetischen Predigten bereits nach wenigen Minuten.
In diesem Jahr erzähle ich aus
dem richtigen Leben. Kürzer, eindrucksvoller, dichter, einfach realer.
Donnerstag, 12. April 2007, 20:57 Uhr
Ein Gedicht von Regina Wimmer.
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